Tipp: Der ultimative Tanzschuh-Ratgeber

Lesezeit: 10 Minuten

Wenn man gerade erst mit dem Tanzen beginnt, dann reichen für die Paartänze noch saubere Straßenschuhe völlig aus. Sobald man aber die ersten Drehungen und schnelleren Bewegungen durch den Raum übt, wird man insbesondere mit Gummischuhen schnell an seine Grenzen stoßen. Es rutscht nicht genügend, die Figur flutscht nicht wirklich oder die Knie tun einem nach der Stunde weh. Das muss und sollte nicht sein und daher möchten wir euch einige Tanzschuhe vorstellen und Tips geben wo es sie zu kaufen gibt.

Toms: Flexibel.

Die Toms sind sicherlich nicht der klassische Tanzschuh, denn eigentlich sind sie für die Straße gemacht. Aus Canvas, mit einer leichten Sohle stehen sie für ein lockeres Lebensgefühl, sind bequem und umkompliziert für die Straße und auch viele Tänzer lieben sie heiß und innig. Manche Toms – Vorsichtig: Mittlerweile nicht mehr alle Modelle! – haben eine mit einer Art Stoff überzogenen Gummisohle auf der es sich hervorragend drehen lässt. Sie sind lässig zu jeder Hose und sogar mit einem Kleid oder Rock kann man unter Umständen noch die Toms gut tragen. Entdeckt wurden sie von der West Coast Swing Community, damals waren die farbenfrohen und in fröhlichen Mustern erhältlichen Fußbedeckungen sogar noch verboten im Turniertanz und man mahnte es würde mit Punktabzug geben, wenn man sie trägt. Später waren sie zumindest für die Männer geduldet, mittlerweile verliert man einfach kein Wort mehr darüber und feiert sie auf jeder Tanzfläche. Auch in die Vintage-Welt haben sie Einzug gehalten und werden von Lindy Hoppern, Boogie Tänzern und Co. genauso innig geliebt. Zu kaufen gibt es sie online und auch in einigen Schuhläden in Augsburg – zum Beispiel in den Frühjahrs- und Sommerwaren zweier Schuhläden in der City Galerie –  für ca. 50 bis 70 Euro. Sie eignen sich perfekt für einen lässigen Start in die Tanzkarriere und sind als eine der wenigen Schuhe für alle Swingtänze gut geeignet.

Vintage Schuhlabels: Authentisch.

Sie sehen umwerfend aus und sind oftmals original-Schuhen aus den zwanziger bis fünfziger Jahren nachempfunden: Vintage-Schuhlabels gibt es viele und meist haben die edlen Modelle auch ihren Preis. Dafür überzeugen sie mit gutem Fußbett und hochwertiger Wildledersohle, die bekanntlich hervorragend zum Tanzen geeignet ist. Bekannte Vintage-Labels wie Aris Allen, Remix Vintage Shoes, und Saint Savoy lassen Tänzerherzen höher schlagen und passen perfekt zu jedem Vintage-Look. Auch deutsche Tanzmarken wie zum Beispiel Rumpf haben mittlerweile Vintage-Schuhe im Sortiment, die sogar preiswert und in Italien gefertigt sind. Gerade die Schuhe mit Absatz eigenen sich bei den Damen gut für Balboa und sehen schick aus auf Swingbällen und Tanzparties.  Ab 70 Euro ist man mit dabei.

Latin Shoes: Stilvoll.

Frau und Mann können gleichermaßen einen kleinen Absatz beim Tanzen tragen. Mehr als 3 cm sollten es aber für Swing auf keinen Fall sein! Beim Mann kann man sich das allerhöchstens beim West Coast Swing erlauben, in den Vintage Tänzen würden Kerle wohl eher schräg angeschaut werden. Frauen haben hier einen Vorteil, denn eine Sandalette mit Blockabsatz mit 1,5 cm ist fürs Swingtanzen, insbesondere für West Coast Swing, grundsätzlich mal keine schlechte Wahl. Er gibt eine bessere Balance, da das Gewicht automatisch mehr auf den Ballen wandert und man dadurch nicht so leicht auf die Ferse fällt. Aber Vorsicht: Beherrschen sollte man die Treter, denn sonst werden sie auf vollen Tanzflächen schnell zur Mörderwaffe für alle Umstehenden und das macht einen nicht unbedingt beliebt. Die Schuhe gibt es zum Beispiel im Augsburger Tanzschuhladen in der Altstadt, oder aber – wie fast alles – im Internet in diversen Online-Stores für Tanzschuhbedarf zum Beispiel von den Marken Rumpf, Bloch, oder die etwas günstigere Marke Roche Valley. Lateinschuhe gibts es ab 50 bis 150 Euro.

Tanzboots: Gestiefelt.

West Coast Swing Ladies erfreuen sich an den hübschen Boots, die traumhaft weich sind und durch den kleinen Absatz auch bei durchtanzten Nächten noch unglaublich bequem sind. Es gibt sie in vielen Farben und man kann sie auch umgekrempelt unter einer weiten Hose oder sogar zu Kleidern und Rücken tragen. Die bekannteste Marke ist wohl Swayed Shoes. Sie sind definitiv nur im West Coast Swing üblich, können umgekrempelt als kurze Stiefelette getragen werden und kosten zwischen 90 und 150 Euro.

Sneakers: Umgerüstet.

Prinzipiell kann man unter jeden Straßenschuh vom Schuster eine Wildeldersohle machen lassen und da ist man dann bei 20 Euro pro Paar gut dabei. So hat man mehr Auswahl und eine Fußbekleidung die sonst so keiner hat! Flache Schuhe sind grundsätzlich für jeden Tanz bestens geeignet und auch aus hohen Schuhen kann der Schulte des Vertrauens den perfekten Tanzschuh zusammenbasteln. Umso weicher das Schuhwerk ist, desto länger wird man daran beim Tanzen Freude haben. Zu klobige Schuhe sind dagegen für fortgeschrittene Tänzer nicht mehr wirklich geeignet, da die Fußlinie dann nicht gut aussehen wird. Kosten: Ca 20 bis 30 Euro für die Besohlung.

Socken, Schläppchen & Barfuß: Nackig.

In den Solotänzen wie Jazz Dance und Ballett sind Schuhe nicht nötig. Beim Jazz Dance ist man mit Socken bestens aufgehoben, bei Modern und Yoga ist barfuß angesagt, beim Ballett tun es am Anfang Söckchen bis man irgendwann mal auf Ballettschläppchen umsteigen wird. In all diesen Bereichen ist von Anfänger bis zum Profi die stinknormale Socke oder der nackige Fuß eine hervorragende Wahl! Wenn es zu viel rutscht, kann man die Socke von der Ferse nehmen um insbesondere bei Drehungen mehr Halt zu bekommen. Sollte es doch eher mehr sein sollen, ist man zum Beispiel im Tanzschuhladen in Augsburg in der Altstadt gut beraten oder in jedem Online-Store für Ballett- und Jazzbedarf. Jazzschuhe, Modernfüßlinge und Ballettschläppchen gibt es schon ab ca. 25 Euro.

Richtige Pflege von Tanzschuhen:

Wildledersohlen kann man mit einer speziellen Bürste aufrauen, damit die Sohle nicht zu glatt wird. Es gibt auch spezielles Schuhdeos in der Drogerie, das bei müffelnden Schuhen einen Versuch wert ist. Wenn eine Schnalle den Fuß einschnürt, kann der Schuhmacher sie sicherlich weiten. Am besten trägt man die Schuhe auch zunächst ein wenig ein, vor dem großen Event oder der Tanzparty, denn so kann sich der Schuh ein wenige an den Fuß anpassen. Die meisten Tänzer kaufen ihre Tanzschuhe eine Nummer kleiner, denn so passt er nach der Eingwöhnungszeit perfekt. Übertreiben sollte man aber auch nicht, finden wir! Manche Tänzer schwören auf Babypuder oder Coca-Cola um den perfekten “Grip” der Tanzschuhe zu erzeugen, da sich diese Mischungen aber auf dem gesamten Tanzboden verteilen werden, macht es Tanzschulinhaber und Tänzerkollegen nich unbedingt glücklich. Hier gilt zudem das Sprichwort: Ein guter Tänzer, kann in jedem Schuh – und auf jedem Boden, Tanzen!

Deinen perfekten Tanzschuh bereits gefunden? Hinterlasse uns gerne deine Favoriten und Tanzschuhtipps in den Kommentaren! Wir freuen uns auf viele neue Entdeckungen!

 

 

Der Hep Cat Club ist die Heimat der Augsburger Swingtanz-Community. Neben wöchentlichem Unterricht, Festival und Events wartet eine ganze Menge Social Dancing in diesem wunderschönen Studio im Herzen der Stadt auf dich. Neben Swing sind wir Profis in Yoga und bieten weiteren Specials wie Jazz Dance und Ballett. // ENGLISH // The Hep Cat Club is the home of Swing Dancers in Augsburg, Germany. Classes, festivals and events and lots of social dance is waiting for your in the beautiful studio right in the heart of the city. Apart from swing we are experts in Yoga and offer specials such as Ballett and Jazz Dance as well.

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