Tipp: Die Soulmatte! Wie man den perfekten Begleiter fürs Yoga findet.

Lesezeit: 10 Minuten

In den ersten Yogastunden kann man sich für gewöhnlich eine Yogamatte im Studio ausleihen. Wenn es einen dann gepackt hat, wird man relativ schnell merken, dass die Studiomatten ihre Grenzen haben. Eine eigene Matte ist hygienischer und bietet an der einen oder anderen Stelle auch mehr Komfort. Die Auswahl ist groß und daher möchte ich euch einige Tipps für den Mattenkauf mit auf dem Weg geben.

Für jede Praxis die richtige Matte

Yin Yoga, Restorative, Hatha Yoga, Power Yoga oder Vinyasa – Es gibt genauso viele Yogastile wie Übungsmatten auf dem Markt! Daher ist es wichtig zu wissen, welche Praxis du am meisten übst. Für Ruhige Stile wie Hatha Yoga oder Yin Yoga eignen sich etwas weichere Matten, die einerseits Wärme schenken und eine gute Dämpfung besitzen. Die länger gehalten Asanas sind dann milder für die Gelenke.

In den kraftvollen Stilen wie Power Yoga oder Vinyasa Yoga ist eine etwas dünnere, feste Matte besser. Sie gibt mehr Halt in Balance- und Stützhaltungen. Eine gute Dämpfung ist trotzdem wichtig, vor allem für Asthanga-inspirierte Stunden in denen unter Umständen auch Sprünge geübt werden. Außerdem sollte sich die Matte in den aktiven, fließenden Stilen nicht verziehen, sodass zum Beispiel im nach unten schauenden Hund die Hände und Füße nicht ungewollt auseinanderdriften.

Für die ganz schweißtreibenden Stile wie Bikram Yoga wird auch oft ein sogenanntes “Yoga Towel” empfohlen, das zusätzlich den Schweiß aufsaugt und man dadurch nicht zu rutschen beginnt. Mir geht es aber persönlich oft im Weg um und eine gute Matte kann auch das locker ausgleichen.

Wer viel auf Reisen ist, der ist mit einer Travel Mat, also einer besonders dünnen, faltbaren Matte gut bedient. Die kann man auch gut auf eine Studiomatte stapeln, sodass man eine persönliche Unterlage hat, aber nicht so viel durch die Gegend schleppen muss.

Die Profis fragen.

Schau doch mal worauf die Yogalehrer so üben oder frag mal rum. Jeder ist stolz auf seine persönliche Matte und wird dich bestimmt gerne mal darauf probieren lassen. So kannst du verschiedene Matten testen und musst dich nicht vorher entscheiden. Manche Studios verkaufen auch verschiedene Matten und können dich beraten. Im Zweifelsfall: Frag gerne deinen Yogalehrer. Dieser hat bestimmt schon einige Unterlagen auf dem Gewissen und kann dir auch Tipps geben wo du sie günstig herbekommst. A pro pos günstig: Der Preis sagt oftmals nicht viel über die Qualität der Matten aus. Nicht immer ist eine teure Matte automatisch besser. Zumal es ja auch sehr auf den persönlichen Geschmack ankommt.

Umweltfreundlich oder lieber Fashion-Trend?

Das Material der Matte ist entscheidend für die Langlebigkeit und wie gerne man auf ihr praktizieren wird. Und hier ist die Auswahl groß. Es gibt vegane Matten, ökologisch nachhaltige Matten, Matten aus Schurwolle oder Matten aus PVC. Viele greifen zunächst gerne mal zum Öko-Produkt. Aber Vorsicht: Wenn die Matte dann nur ein paar hundert Sonnengrüße durchhält kann auch diese schnell ins Geld gehen. Besser für die Umwelt ist sie dann auch nicht unbedingt. Eine – oftmals auch hygienischere – Kunststoffmatte kann durch ihre Haltbarkeit durchaus auch eine ethisch vertretbare Entscheidung sein. Manche Marken bieten sogar eine lebenslange Garantie auf ihre Produkte. Eine etwas teurere Wahl kann sich dann lohnen – Sofern man dem Yoga langfristig treu bleiben möchte natürlich!

Durch dick und dünn.

Ob es die perfekte Matte gibt? Das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Je nachdem wie vielseitig die eigene Praxis ist reicht eine Matte vielleicht nicht mal aus um alle Wünsche erfüllen zu können, die man an so eine Unterlage stellt. Ganz ursprünglich wurde Yoga übrigens auf dem kahlen Boden oder auf so einer Art Yogateppich als Unterlage geübt. Bequem war das sicherlich nicht. Denn irgendwie gehörte da noch das gewisse Leiden an den ein oder anderen Asanas zur Formung des Geistes dazu. Heute möchten wir da lieber auf Wolken schweben in der Praxis. Und auch das ist ok. Denn so bleiben wir vielleicht dem Yoga treu und rollen sie immer wieder gerne aus. Die ganz persönliche Lieblingsmatte.

Verena ist professionelle Tänzerin und Yogalehrerin. Sie reist regelmäßig durch Europa und die Welt um zu Tanzen, zu Unterrichten und sich Fortzubilden. // ENGLISH // Verena is a full time dancer and yogi who travels the world to learn about bodywork, movement and body mechanics. She teaches at the Hep Cat Club in Augsburg, Germany and at international festivals and events.

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